Historie

Hier möchten wir Ihnen stichpunktartig eine grobe Übersicht über die Geschichte des Tonnenabschlagens in Barth geben.



  • Erste Erwähnung in der Barther Stadtgeschichte am 8. Juni 1717
  • Der Gedanke, das Tonnenfest sei aus Freude über das Ende der schwedischen Herrschaft begonnen worden, ist widerlegt
  • Vermutungen über Entstehung als Pendant zu den höfischen Ritterspielen, bot einfachen Knechten eine Alternative
  • Das Fest wurde immer wieder untersagt, da Pferde oft zu Tode geritten wurden und in dieser Zeit der Wert eines Pferdes immer mehr Bedeutung erhielt
  • Wurde in Barth bis 1823 gefeiert, da es am 22. Juni 1872 erstmals nach "49 jähriger Pause" erwähnt wurde
  • ab 1875 gilt Tonnenabschlagen als Bestandteil der Festlichkeiten im Barther Lande
  • ab 1885 ca. 20 Jahre Pause
  • 1902 gründet sich der "Barther Reiter-Verein" und lässt die Tradition neu aufleben
  • Schon hier gab es die Zusammenarbeit mit der "Stadtkapelle" zu einem gemeinsamen Ummarsch
  • erneute Pause durch den Ersten Weltkrieg und neues Tonnenfest am 20. Juni 1920
  • 1927 wurde 25 jähriges Stiftungsfest gefeiert
  • 1928 plötzliche Auflösung des Vereins
  • 1929 Neugründung mit altem Vorsitzenden unter geänderten Auflagen
  • ab 1930 gehörte der Verein zum sog. "Reitersturm", später "Reiter-SA", wobei auch eine paramilitärische Ausbildung Jugendlicher vorgesehen war
  • ab 1929 bis zum Kriegsende fanden keine Tonnenabschlagen, trotz bestehendem Verein statt
  • im Laufe des Zweiten Weltkrieges löste sich der Bund auf
  • Neugründung im Jahr 1951
  • ab jetzt war es auch Frauen möglich dem Tonnenbund beizutreten
  • von nun an gab es drei Königswürden, den Kreuz- oder Tonnenkönig, den Stäbenkönig und den Bodenkönig, hinzu kam der Sandkönig für den ersten heruntergefallenen Reiter der Veranstaltung
  • 1955 war das Tonnenabschlagen ein Programmpunkt der 700-Jahr-Feier
  • im Verlauf der Jahre wurde der Tonnenbund Barth durch die GST (Gesellschaft für Sport und Technik) aufgelöst, das Fest fand ungeachtet dessen trotzdem statt
  • Durch den Beitritt der Bauern in die VdgB und ÖLB, und ab 1960 in die LPG wurde das Tonnenabschlagen durch die Enteignungen endgültig beendet
  • 1995 erstes Tonnenabschlagen in Born
  • 19. April 1996 Neugründung des Tonnenbundes Barth e.V. durch 18 Barther Bürger, der bis heute besteht (erstes Tonnenabschlagen bereits am 18. Juni 1996)
  • seit 1999 bietet der Verein parallel zu der Veranstaltung der Reiter auch das "Kindertonnenabschlagen" an (zu Fuß)
  • Das Fest ist wieder fester Bestandteil des Veranstaltungsplans der Stadt Barth und erfreut sich großer Beliebtheit
  • 2005 Juliane Jakob wird erste Frau mit einer Königswürde (Bodenkönig)
  • 2005 Teilnahme der Reiter an der 750-Jahr-Feier
  • seit 2005 Teilnahme am jährlichen Amtstonnenabschlagen
  • 2016 Aufnahme des Tonnenabschlagens in das immaterielle Kulturerbe der Unesco
  • 2016 Nadja Pfuhl wird erste Kreuzkönigin und gleichzeitig auch die Jüngste (16 Jahre)

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